von Jan Rauwerdink

“Wenn es darum geht, mit neuen technischen Lösungen den Markt zu erobern, starten wir unsere Projekte voller Elan. Die Termine sind knapp, alle arbeiten fieberhaft daran, dass die neuen Lösungen funktionieren. Die Aufmerksamkeit und der Einsatz der gesamten Mannschaft ist gefordert. Die Herstellkosten sind zwar wichtig, doch erst muss das neue Baby laufen lernen. Um die Kosten können wir uns später immer noch kümmern.”

So läuft es häufig in der Produktentwicklung. Nur: Wenn die technischen Lösungen eines Produkts ausgearbeitet und erprobt sind, sind die Kosten schon zu 80 % festgelegt. Dann ist der Zug abgefahren: Sind die Herstellkosten zu hoch, kann man sie nur noch durch andere technische Lösungen nennenswert reduzieren, das ist in fortgeschrittenen Projekten sehr aufwendig.

Verzichtet man aus Termin- und Risikogründen auf ein Redesign, verhindern die zu hohen Kosten, dass sich die Investitionen in die Produktentwicklung amortisieren. Zieht man die Notbremse und führt ein Redesign durch, werden die geplanten Budgets überzogen und die Termine überschritten. Auch so amortisieren sich die Investitionen nicht. Das Projekt befindet sich vollends in einer Sackgasse.

Damit es gar nicht erst dazu kommt, müssen die Herstellungskosten, gleichrangig mit den funktionalen Zielen, von Anfang an im Mittelpunkt der Anstrengungen Ihres Teams stehen. 

Wie geht man in der Praxis vor? Die wichtigsten Vorgehensweisen und Tools des Value Managements, vor allem das QFD und die Wertanalyse, werden in die Prozesse der Produktentwicklung integriert.

Solche Entwicklungsprojekte laufen in drei großen Phasen ab:

1. Festlegung der Funktions- und Kostenziele . Basierend auf den Bedürfnissen der Kunden und den am Markt erzielbaren Preisen müssen klare Funktions- und Kostenziele für jede Komponente Ihres Produkts definiert werden. In diesem Schritt wird die Produktbewertung nach Kano und das Quality Function Deployment (QFD) verstärkt eingesetzt.

2. Definition von technischen Lösungen, welche die Funktions- und Kostenziele erfüllen. Integrieren Sie die Wertanalyse in Ihren Entwicklungsprozess und entwickeln Sie von Anfang an technische Lösungen, welche die Kunden begeistern und Kosten aufweisen mit denen Sie im Wettbewerb bestehen können.

3. Umsetzung der technischen Lösungen. Sind entsprechende Lösungskonzepte gefunden, werden in der Umsetzungsphase des Projekts, die Erreichung der Funktions- und Kostenziele regelmäßig überprüft.

Wenn Sie ihr Projekt in diesen drei Phasen gliedern, und damit einen echten Design-to-Cost Prozess installieren, werden sowohl die Funktionsziele als auch die Kostenziele, ohne aufwendige Doppelarbeit, sicher erreicht.

Näheres zur Wertanalyse finden Sie hier.

 

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